Luftwaffenkaserne Köln-Wahn

Die Luftwaffenkaserne Wahn, deren Infrastruktur der BLB NRW derzeit grundlegend modernisiert, ist eine der größten Kasernen der Bundeswehr und die größte der Luftwaffe in Deutschland. Dort haben Kommandobehörden der Bundeswehr ihren Sitz, darunter das Kommando Luftwaffe, das Luftwaffentruppenkommando, die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung, der Führungsunterstützungsbereich der Luftwaffe und das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe.

180 Millionen Euro für eine moderne Infrastruktur

Das Team aus der BLB-Niederlassung Köln stemmt noch bis 2020 ein Infrastrukturprojekt in der Luftwaffenkaserne Wahn.  Foto: Peter Kilian

Sanierungen in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn

Im Osten von Köln an der A59 liegt die drei Quadratkilometer große Luftwaffenkaserne, die unmittelbar an den ebenfalls noch auf dem Gebiet des Kölner Stadtteil Wahn gelegenen Konrad-Adenauer-Flughafen Köln/Bonn angrenzt. Einer breiteren Öffentlichkeit ist die Luftwaffenkaserne Wahn bekannt, weil die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die gleichzeitig die Flugbereitschaft der Bundesregierung ist, und mithin die Regierungsmaschinen der Bundesrepublik Deutschland dort stationiert sind.

Diese Flugbereitschaft in der Nachbarschaft der Bundesstadt Bonn stammt noch aus der Zeit, als Bonn Bundeshauptstadt war. Heute fliegen die Regierungsmaschinen auch in Berlin-Tegel ab. Der zweite Standort auf dem Hauptstadt-Flughafen in Berlin-Schönefeld soll voraussichtlich 2023 fertiggestellt werden. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurden der heutige Kasernenbereich und der angrenzende Truppenübungsplatz Wahner Heide von der 7. königlich-preußischen Artilleriebrigade als Artillerie-Schießplatz militärisch genutzt. Ab 1870 wurden auf dem heutigen Kasernengelände die ersten Gebäude errichtet. Zahlreiche historische Bauten aus dieser Frühphase der Kaserne sind bis heute erhalten und wurden teilweise unter Denkmalschutz gestellt. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg landete das erste Flugzeug auf dem militärischen Übungsgelände, das zur Artilleriebeobachtung eingesetzt wurde. Auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes wurde im Jahre 1939 durch die Wehrmacht ein Fliegerhorst angelegt. Hieraus entwickelte sich später der heutige Konrad-Adenauer-Flughafen und dessen militärischer Teil, der von der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung genutzt wird.

Bewegte Nachkriegsgeschichte

Am 11. April 1945 besetzten amerikanische Streitkräfte das „Camp Wahn“ und bauten ein Durchgangslager für circa 15.000 Zwangsarbeiter aus Osteuropa. Am 15. Juni 1945 erfolgte die Übergabe des Militärcamps an die britischen Streitkräfte. Nach dem Krieg nutzte die britische Hochkommission als Dienststelle des britischen Hohen Kommissars und Teil der Alliierten Hohen Kommission die Liegenschaften der Einrichtung mit 560 Mitarbeitern, hinzu kamen Einheiten der britischen Armee und der Royal Air Force. 1957 wurde die Kaserne von den Briten wieder an die Luftwaffe übergeben. Die Luftwaffenkaserne hat heute eine Größe von drei Quadratkilometern und eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 3,5 Kilometern. Auf der Liegenschaft befindet sich eine Straßennetz von ca. 45 Kilometern Länge. Das Kanalnetz ist 73 Kilometer lang, das Elektroversorgungsnetz umfasst ca. 80 Kilometer, das Trink- und Löschwassernetz etwa 24 Kilometer und das Heiznetz ungefähr 20 Kilometer. Letzteres ist an ein bundeswehreigenes Heizwerk angeschlossen. Im Bereich der Kaserne und der Flugbereitschaft BMVg befinden sich derzeit über 200 Gebäude, die überwiegend als Unterkunfts- und Bürogebäude genutzt werden. In der Kaserne arbeiten täglich etwa 4300 Soldatinnen und Soldaten und 1200 zivile Beschäftigte. In der Flugbereitschaft sind ca. 900 Soldatinnen und Soldaten sowie 130 zivile Beschäftigte tätig. Der BLB NRW betreut diese Liegenschaft im Namen der Bundesrepublik Deutschland und im Auftrag der Oberfinanzdirektion NRW, die als Vertreter der Bundesrepublik überwachend und beratend tätig ist, seit 2001. Vorher wurde die Liegenschaft durch die Bauverwaltung des Landes betreut. In dieser Liegenschaft saniert der BLB NRW unter anderem die gesamte immobiliengebundene Infrastruktur: 2008 startete zunächst ein Abwasserprojekt. Planmäßig wird das Gesamt-Projekt mit Abschluss der Wasser- und Stromarbeiten Ende 2020 enden. Betreut hat es beim BLB NRW übrigens von Anfang an Klaus Groth, natürlich stets unterstützt von diversen Kolleginnen und Kollegen. Am Ende wird die Bundeswehr in über zwölf Jahren rund 180 Millionen Euro in die Erneuerung der immobiliengebundenen Infrastruktur der Kaserne Wahn gesteckt haben. Darin enthalten sind auch erhebliche Aufwendungen in Höhe von rund sieben Millionen Euro zugunsten des Naturschutzes auf dem Gelände.

 

Text: Dr. Hartmut Gustmann, Fotos: Peter Kilian, Diederichs Projektmanagement, Peter Weber, BLB NRW

Informationen unter: wwww.luftwaffe.de

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